„Ein guter Mord, ein schöner Mord, ein echter Mord“ läßt Büchner die Gerichtsdiener jubeln. Die Schauspieler mißachten die Tabus, die Eingeweide fliegen, Sexorgien sind Ausdruck der Lebensfreude und des Kampfes ums Überleben. Woyzeck liebt seine Marie, Marie will ihn und die schöne Welt, die heile Welt. Er schafft ran, rasiert seinen Hauptmann, sammelt Frösche und Spinnen, schneidet Spießruten für die Militärjustiz, ist machtlos gegenüber Baßgitarre und Cello des Stars, dem Tambourmajor. Es herrscht die Kälte der Einsamkeit. Gespielt wird ungehemmt und voller Lust, die Darsteller sind die Zuschauer ihres Lebens.